Artikel in der Rheinpfalz – 21.06.2014

Angst vor Mücken

Sie weiß, worauf sie sich einlässt. Sie weiß, dass es körperlich anstrengend wird und dass die Poren Wasser geben werden. Und das nicht zu wenig.

Brigitte Rottberg, Kaiserslauterer Eventmanagerin, freut sich dennoch riesig auf den Trip zu der Fußball-WM nach Manaus, in den Norden Brasiliens, in das Amazonasgebiet, dort wo der Rio Negro in den Amazonas mündet, dort wo extrem

hohe Luftfeuchtigkeiten das Leben für Besucher zur Herausforderung machen. Bevor es heute allerdings von Frankfurt mit dem Flieger via Lissabon nach Manaus geht, hat der Terminkalender für die Kaiserslautererin noch anderes vorgesehen. Heute Vormittag bereitet sie Ehrenamtliche in Neuwied auf ihren Einsatz beim Rheinland-Pfalz-Tag vom 18. bis 20. Juli vor. Für die Stadt Neuwied hat sie ein Ehrenamtsprogramm aufgesetzt. Brigitte Rottberg ist mittlerweile eine Expertin in Sachen WM-Organisation. Und als solche jetzt im Auftrag der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) zusammen mit dem früheren Leiter des Nürnberger WM-Büros 2006, Thomas Wehr, in Manaus unterwegs. Sehr kurzfristig kam die Einladung der Organisation dazu, die Hilfe von Kommunen für Kommunen leistet.

Brigitte Rottberg hat eine Beobachtungsmission in Manaus übernommen, wo noch in der Arena da Amazonia die USA und Portugal sowie die Schweiz und Honduras in der Vorrunde fußballerisch die Klingen kreuzen werden. Sie wirft ein Auge auf die Organisation. Sie nimmt die Arbeit der Volunteers. die Infrastruktur, das Abfallkonzept, die Fan-Feste und so weiter unter die Lupe. Sie schaut, wie die Brasilianer das meistern. Und sie fotografiert, sie dokumentiert.

Es ist die Welt, in der sie sich auskennt. Bei der WM 2006 in Kaiserslautern sammelte sie die Erfahrungen, die sie 2010 bei derVVM in Südafrika, bereits weitergeben konnte. Im Vorfeld der WM in Brasilien ging sie den Organisatoren auch zur Hand. 2010 bereits in Manaus und 2011 in Sao Paulo, einem weiteren WM-Stadion. Die hohe Luftfeuchtigkeit. die den Spielern auf dem Rasen bereits gehörig· zu schaffen gemacht hat• schreckt die Kaiserslautererin weniger denn die Mücken im Amazonasgebiet.

Die WM-Organisationsfrau überlegte gestern noch, ob sie sich in Kaiserslautern ein Moskitonetz kaufen soll oder nicht, um sich vor den stechenden Biestern zu schützen. „Es gibt halt gute und böse Mücken“, machte sie deutlich. dass die Gefahr differenziert gesehen werden muss. (rdz)

Artikel in der Rheinpfalz vom 21.06.2014


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